Wie verwendet man einen Tripod mit Fernbedienung

Wie mache ich Fotos ohne Fotograf mit Hilfe eines Tripod mit Fernbedienung mache

Meine Fotos mache ich selber. Am Anfang wollte ich mir einen Fotografen suchen, damit ich die Fotos für meinen Blog und Instagram-Account shooten kann. Die Suche erwies sich jedoch als schwierig. Die meisten Fotografen, mit denen ich schrieb, hatten von „Vintage“ eine vollkommen andere, meist eher dem allgemeinen Bild von Pinup und Rockabily angelehnte, Vorstellung. Auch die Preise, so sehr ich akzeptiere, dass sie angemessen sind, wollte ich nicht zahlen für die Arbeit eines Fotografen, der unterschiedliche Vorstellungen hat. Ich wollte mich keinen Experiment hingeben, einen „gelangweilten“ Fotografen vor mir zu haben, den ich jede Pose während des Shootings erklären müsste und der nur auf den Auflöser drückt.

Ich habe früher viele Shootings gemacht und die Erfahrung, dass Fotografen gerne vollkommen hinstilierte, aber dafür wenige Fotos zu machen. Ich möchte eher viele Bilder haben.

Daher war schlussendlich mein Entschluss gereift, Fotos selber zu machen oder wenigstens zu testen, wie weit ich komme.

Anfangs habe ich Fotos mit einer Kamera, Fernbedienung und in einem Miet-Fotostudio gemacht.

Ein 3 Kilogramm schwere Kamera und ein klobiges Stativ sind im öffentlichen Personen-Nahverkehr nicht sehr praktisch.

Als ich plante, nach Bonn zu fahren, war mein Plan erst, beides mitzunehmen. Upps, 3 Kilogramm den ganzen Tag mitzuschleppen erschien mir nicht so angenehm.

Dann recherchierte ich online und entdeckte einen Tripod für 30 Euro. Dieser war zwar teuerer als die vergleichbaren, hat aber eine Mini-Fernbedienung. Das macht mich frei von der 10-Sekunden-Verzögerung beim Aktivieren der Kamera und dem Zwang, innerhalb von diesen Sekunden eine Pose und einen Gesichtsausdruck einzunehmen, dann ein Foto zu machen und das sehr oft zu wiederholen. Die Fernbedienung ist so klein, dass sie selbst in meiner kleinen Hand versteckt werden kann.

Der Tripod kann als Selfie-Stick verwendet werden, aber auch wie ein Stativ aufgestellt werden. Die Fernbedienung ist in einem kleinen Bereich eingeklemmt und kann entnommen werden.

Das Handy wird in den Handy-Bereich eingeklemmt. Das Handy und die Fernbedienung „kommunizieren“ durch Bluetooth und die Kamera-Funktion des Handys macht die Bilder.

Der Tripod ist mit seinen drei aufklappbaren Füßen schnell aufgestellt. Dadurch lassen sich auch spontan Bilder machen. Bei großen Stativen stört mich meist, das man erst einmal lange braucht, um alles zu justieren.

Im Park von Schloß Drachenburg habe ich schnell eine kurze Unterbrechung genützt, bevor wieder andere Personen über den Weg gelaufen sind. Da ist der Tripod schneller aufgestellt als ein normales Stativ.

Auch im Botanischen Garten im Poppesldorfer Schloß in Bonn konnte ich so schnell ein paar Fotos machen.

Meine Tipps und Tricks dazu:

  1. Der Tripod sollte stabil stehen. Im Bild unten hatte ich ihn auf Felsen gestellt. Hier solltest du prüfen, ob auch mit Handy eine Stabilität gewährleistet ist.
  2. Nach 2-3 Bilder solltest du prüfen, ob der Ausschnitt weit genug gewählt ist.
  3. Mache sehr viele Fotos, von einer Pose ruhig auch 2 oder 3. So musst du nicht jedes Mal zum Handy gehen, das Foto überprüfen, dann wieder zurück zur Position und dann das nächste Bild machen. Bedenke, dass du nicht zu allen Location wieder zurück kommen kannst. Da wäre es ärgerlich nur wenige Fotos gemacht zu haben, die dann nichts geworden sind.
  4. Wenn du mehrere Location kurz hintereinander shooten möchtest, kannst du das Handy am Stativ lassen und das Stativ nicht ganz zusammenschieben.
  5. Die Fernbedienung funktioniert mit einer Knopfzellen-Batterie. Eine Ersatz-Batterie solltest du bei längeren Shootings dabei haben.
  6. Mit der Fernbedienung lässt sich auch die Video-Funktion des Handys aktivieren, wenn du dies am Handy ausgewählt hast. Damit habe ich kleine Videos gedreht, in denen seitlich ins Bld hinein laufe.
  7. Verwende den Tripod allerdings nicht, wenn zu viele Personen herum laufen. Handy und Tripod könnten dir sonst geklaut werden.
  8. Nach dem Shooting sieh dir alle Fotos auf einem großen Bildschirm an. So kannst du besser sehen, ob die Pose und der Gesichtsausdruck gut aussieht. Manchmal ist es besser, auf einem Bild zu prüfen, ob du nur einen Ausschnitt verwenden kannst: ein schöner Gesichtsausdruck oder Hände, die eine gute Pose zeigen. Damit lassen sich gute Fotos gestalten.

Die Regel ist, und das ist auch bei professionellen Fotoshooting so, das nicht alle Fotos gut werden und nicht alle Fotos verwendet werden. Shootings bei denen viele Leute beteiligt sind und einer die Pose kontrolliert, der nächste den Fall des Kleidungsstückes, der nächste den Gesichtsausdruck des Models und so weiter und erst, wenn alle ihr Einverständnis geben, der Fotograf den Auslöster drückt, sind davon ausgenommen.

Probiere verschieden Posen und Hintergründe aus, lass dir Zeit, sei kreativ und übe, übe, übe.

Der Vorteil eines Tripods ist ja, dass du alleine losgehen kannst und dich nicht mit einem Fotografen oder einer anderen Personen absprechen musst.

Hast du einen Tripod bereits ausprobiert?

Was sind deine Tipps und Tricks?

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