Ich habe mein erstes Fotoshooting in einem Mietstudio ohne Fotograf geshootet

Vor ein paar Monaten entdeckte ich, dass es in meiner Nähe ein Fotostudio gibt, dass man auch selber mieten kann. Nach einiger Überlegung entschied ich mich, dieses für 2 Stunden zu mieten. Ein Fotostudio zu mieten hat ein paar Vorteile. Du wirst nicht von schlechten Wetter davon abgehalten. Du musst nicht auf andere Personen achten wie bei Outdoor-Shootings. Du kannst verschiedene Hintergründe wählen. Du musst nicht darauf aufpassen, das niemand dir deine Sachen stiehlt. Du hast andere Möglichkeiten. Meiner Meinung nach sind Dessous-Shootings im Studio mit einem neutralen, eleganten Hintergrund ansprechender als in der Natur.

Mein Plan war vor allem zu zeigen, wie ich meine Vintage- und Vintage-inspiererte Kleidung trage.

Ich hatte im Mietstudio nicht Bescheid gesagt, dass ich ohne Fotograf komme. Der Mitarbeiter dort war sehr erstaunt, als ich erklärte, es käme kein Fotograf und ich wäre Fotomodel und Fotografin in einem.

Die Fotos habe ich mit Kamera, Stativ und Fernbedienung selber gemacht. Dabei musste ich auch vieles selber achten. Habe ich den richtigen Ausschnitt, die richtige Pose und genug Zeit, um mich zu bewegen?

Hier sind meine Tipps und Anregungen:

Bereite spätestens am Tag davor: Kleidung, Accessoires, Equipment, Batterien, gegebenfalls einen Plan, was shooten möchtest. Prüfe, ob Kamera, Fernbedienung und Stativ funktionieren und keine Falten oder Löcher in Kleidung oder Accessoires sind. Lege dir heraus, wie du zum Fotosstudio kommst und plane Staus oder Ausfall von Bus und Bahn ein. Wenn du die Miete vor Ort zahlst, habe das Geld dabei. Sieh dir an, welche Settings (Hintergründe, Requisiten wie Stühle, Spiegel, Accessoires) das Fotostudio anbietet.

Den Ausschnitt solltest du nicht zu klein wählen. Immerhin möchtest du nicht genau abpassen, wo du stehst und wie du dich bewegst, damit du noch auf dem Bild zu sehen bist. Zuschneiden lassen sich die Bilder dann immer noch. Auf dem Bild oben siehst du, was passiert, wenn der Ausschnitt zu knapp gewählt wurde. Glücklicherweise ist das Ergebnis gut geworden.

Das Originalbild mit Hintergrund, Spiegel und Softbox.

Und hier der Zuschnitt:

Wenn du noch unerfahren bist, mache von einer Pose mehrere Fotos. Du kannst dabei deinen Gesichtsausdruck und die Position der Hände variieren. Probiere auch Posen aus, die im ersten Moment seltsam erscheinen. Oftmals kann man durch Bearbeitung spannende Bilder kreieren.

Falls du die Zeit zu knapp gebucht hast, konzentriere dich lieber auf ein Thema oder weniger Kombination, als durch alle Ideen durch zu hetzen und schlechte/verwackelte/“hingeschmissene“ Fotos zu produzieren.

Lass dich nicht stressen. Wenn du dich gestresst fühlst, mache eine kurze Pause. Stress und Unruhe ist am Gesichtsausdruck zu sehen. Finde ein Gleichgewicht zwischen angespannten und entspannten Muskeln und übe vor dem Spiegel.

Verwende am Handy die Weckerfunktion und stelle dir den Wecker auf eine halbe Stunde vor Ende der Zeit und prüfe, ob du noch eine gute Idee umsetzen möchtest.

Achte auch auf deinen Flow und spontane Ideen. Es macht Spaß und Sinn, auch spontane Ideen umzusetzen als sich verbissen an einen Plan zu halten.

Gute Fotos entstehen auch in der Bewegung. Stelle dazu deine Kamera so ein, dass sie ein paar Fotos hintereinander macht oder drücke die Fernbedienung mit der Einstellung „Zeitauslösung“.

Welche Fragen hast du noch, die ich ergängen könnte?

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