Wie ich Fotos ohne Fotograf mache

Das Original, einfach auf dem Balkon aufgenommen

Die letzten 2 Jahre habe ich nach Fotografen/Fotografinnen gesucht, um Fotos für meinen Blog zu machen. Trotz einiger Beiträge in Facebook-Gruppen und Kontakte zu Fotografen bin ich nicht fündig geworden. Ich bin auch kein Fan dieser Selfie-Fotos vor dem Spiegel und Selfies über die Kamera am Handy reichen nur für Portraitfotos. Nun habe ich eine Möglichkeit gefunden, Ganzkörperfotos zu machen ohne die Hilfe eines Fotografen.

Vorteile und Nachteile dieser Methode

Die Vorteile hatte ich mir vorher gar nicht so überlegt. Sie fielen mir aber im Laufe der Vorbereitung und Umsetzung meines ersten eigenen Fotoshootings auf.

1. Du bist flexibler. Du musst mit keinem Fotografen Termine absprechen. Du kannst spontan Ideen umsetzen und so auch schneller auf Trends reagieren. Du kannst die Umgebung und damit den Hintergrund frei wählen.

2. Du kannst schneller fotografieren und musst nicht warten, bis der Fotograf das Foto geschossen hat.

3. Du hast alle Fotos sofort. Dadurch kannst du diese selbst bearbeiten und entscheiden, welche dir gefallen. Als Model habe ich die Erfahrung gemacht, dass Fotografen pingelig sein können, die Bilder angucken möchten und diese manchmal „falsch“ für dich bearbeiten. Ich habe eine Narbe, die von oben nach unten an meinem rechten Oberschenkel entlang läuft. Eine Fotografin hat diese Narbe weg retouchiert. Dadurch erscheine ich mir fremd. Das Original hatte sie gelöscht.

4. Du kannst auch ungewöhnliche Ideen umsetzen, die der Fotograf unter Umständen gar nicht shooten möchte.

Eine moderene Zeit, vintage-inspierierter Stil und ein Buch „Style me Vintage- the 1940s

Die Nachteile sind lösbar, sollten jedoch berücksichtigt werden.

1. Je nach Location brauchst du einen Begleiter, der die Kamera bewacht. Speziell wenn du ein paar Meter weiter weg bist, könnt sonst jemand deine Kamera stehlen.

2. Die Fotos musst du bei Bedarf selber bearbeiten oder jemanden finden, der dies übernimmt. Es gibt gute Programme, mit denen du Bilder selber bearbeiten kannst.

3. Du hast keinen Input von außen, der Ideen beisteuern kann.

4. Kamera, Objektiv und Fernbedienung sind eine hohe Investition.

Ich shooter mit einer Nikon D90 und einer Fernbedienung ohne Kabel.

Ich habe mir drei verschiedene Möglichkeiten angesehen: Fernbedienung mit Kabel, Fernbedienung ohne Kabel und eine Kombination aus Kamera und App.

Die Variante mit der App funktioniert natürlich nur, wenn App und Kamera kompatibel sind. Bei der Variante “ Fernbedienung mit Kabel“ gefiel mir nicht, das man dadurch eingeschränkt ist und das Kabel auf jedem Bild zu sehen ist oder retouchiert werden müsste

Daher war für mich die Entscheidung zur einfachen Fernbedienung einleuchtend.

Meine Tipps und Tricks zum Schluss:

Wenn du Anfängerin bist, sieh dir Bilder online an. Es gibt im Handel auch Bücher nur mit Model-Posen. Auf Youtube geben erfahrene Blogger Tipps zu Posen und Mimik. Überlege dir vorher Ideen, aber lass dich auch inspirieren.

Mach eine Menge Fotos. Selbst bei Highclass-Fotoshoots werden nur ein Bruchteil der Fotos verwendet. Wundere dich also nicht, wenn du von 50 Fotos nur 5 verwendest.

Setz dich nicht unter Druck. Das sieht man auf den Bildern.

Finde deinen eigenen Stil. Kopiere nicht den Stil von bekannten Bloggern oder Youtubern zu 100 Prozent.

Lass dich von SocialMedia inspirieren, entdecke neue Apps und Ideen und lass dich nicht stoppen von Alter, Aussehen oder dummen Sprüchen.